Frugalismus: Optimum statt Minimum – Treffen mit Mr. Cheese

Anfangs Juni an einem Freitag Nachmittag habe ich von der Arbeit frei genommen um wieder in Zürich in der Stadt unterwegs zu sein. Restaurants durften wieder auch drinnen öffnen und langsam kehrte Normalität zurück. Das Wetter war auch super und so habe einen super Nachmittag verbracht. Nachdem ich mir neue Kleidung gegönnt habe ging ich zum Treffen mit Mr Cheese von Fondueblog.ch. Wir haben uns schon seit Oktober geschrieben, aber wegen Corona konnten wir uns persönlich noch nicht treffen.

Es gibt wenige Blogs, die ich lese. Über mein Treffen mit Mr. RIP von Retire in Progress habe ich schon mal geschrieben. Neben Retire in Progress gehört für mich fondueblog.ch zu den Blogs, die ich lese. Mr Cheese ist ebenfalls Schweizer, hat bei einem Techgiganten einen überdurchschnittlichen Salär bezogen und ist nun Teil eines Startups. Für mich ist es immer interessant, wie er sein Leben lebt und vor Allem wie er sein Geld ausgibt. Denn was mich auch bei ihm fasziniert ist, dass nur weil er 12’000,- Netto im Monat verdient, heisst das nicht, dass er 12’000,- im Monat ausgeben muss.

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Frugalismus – Wann ist man frugal?

Seit längerem bin ich am grübeln, wie ich eigentlich zum Thema Frugalismus stehe. Da es keine einheitliche Definition von Frugalismus gibt und 90% der Leute Frugalismus mit Geiz und Konsumverzicht in Zusammenhang bringen, möchte ich hier klar stellen, dass die Klassifizierung, ob jemand frugal ist, oder nicht, sehr individuell ist.

Mir ist ehrlich gesagt egal, ob ich frugal bezeichnet werde oder nicht. Es ist nur ein Wort. Viel wichtiger ist, wie viel Ende des Monats übrig bleibt und wie sehr ich meinen aktuellen Lebensstandard geniessen kann. Denn wenn ich auf alles verzichte und das maximum spare, habe ich zwar eine gute Sparquote, ich habe aber das Leben nicht genossen. Was bringt es finanzielle Freiheit anzustreben und 30 Jahre lang sich von Nudeln und Tomatensauce zu ernähren, wenn man mit 50 zwar ein haufen Geld, aber keine schönen Erinnerungen, keine Freude, keine Gesundheit und vor allem kein Plan hat, was man machen sollte. Dann hat man das Leben nicht gelebt und wertvolle Lebenszeit verschwendet. Geld kann man verdienen. Die Zeit kann man aber nicht zurückdrehen.

Auf der anderen Seite, wenn man immer so viel Geld ausgibt, wie viel man hat und keine Reserven für die Rente, eine Auszeit oder für Schicksalsschläge hat und jeden Tag Steaks isst, dann ist man wahrscheinlich auch nicht glücklich, wenn man später kein Geld hat. Denn das 2. Steak am 2. Tag schmeckt wahrscheinlich nicht mehr genau so gut, wie der 1. Steak am 1. Tag.

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Frugalität – Ein scheussliches Wort mit grosser Bedeutung

Das Wort “Frugalität” und “frugal” klingen albern und spiessig. Ich höre das Wort nicht gerne. Es klingt rau und unsanft. Die Bedeutung ist aber umso wichtiger. Aber was bedeutet genau “Frugalität” und warum ist es so wichtig?

Man verwechselt gerne die Bedeutung des Wortes “frugal” mit “knauserig”, spiessig”, “geizig”, “schäbig” oder “sehr sparsam”. Unter Frugalität stellt man sich Naturburschen vor, die geizige Pfennigfuchser sind und umständlich Regenwasser für den Abwasch und Toilette sammeln oder das 3-lagigen Toilettenpapier auseinander nehmen und nur Bohnen aus der Konserve essen um zu sparen. Gibt’s kein Regen, wird der Abwasch nicht gemacht. Und wenn es nicht regnet, wie spült man die Toilette? Oje, ich will da keine Antwort.

Frugalität bedeutet zwar auch Sparsam zu sein, aber nicht um jeden Preis und vor Allem nicht auf Kosten von Lebensqualität.

Nein, Frugalität bedeutet was anders.

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Die Krankenkassenprämien für 2020 sind da

Jedes Jahr im Herbst werden die Krankenkassenprämien für das folgende Jahr veröffentlicht. Dann kannst du die Prämien berechnen und mögliche Einsparungen überprüfen. 

Wie du bei der Krankenkasse sparen kannst, habe ich hier schon beschrieben.

Dieses Jahr steigen die Prämien mit ca 0.2% nur gering. Bei mir bleibt gemäss Comparis.ch die Prämie für 2020 auf Rappen genau unverändert. Cool, alles passt. 

Könnte ich sagen. 

Aber nur weil es nicht teurer wird, heisst es nicht, dass ich nichts unternehmen soll. Es gibt vielleicht günstigere Anbieter. 

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FI/FIRE

FI steht für Financial Independce und FIRE für Financial Independence Retire Early. Auf Deutsch finanzielle Unabhängigkeit/ frühe Pensionierung. Was zuerst wie ein unrealistischer Traum einer 12-jährigen klingt, ist bei genauerer Betrachtung eine Philosophie, ein Lebensstil, der mehr und mehr in Trend kommt.

Für mich ist FI eine sehr sympathische und vernünftige Einstellung so viel Vermögen zu haben, dass man nicht mehr arbeiten MUSS. Man ist auf den Lohn einer Arbeit nicht mehr angewiesen, weil man so viel Vermögen hat, dass allein die Zinsen alle Kosten decken. 

Das klingt zuerst mal sehr träumerisch und fern. Klar, jeder möchte Millionär sein und nicht mehr arbeiten müssen. Realistischerweise wird dies nicht mit der Hoffnung eines Lottogewinns verwirklicht. Der Schlüssel ist seine Ausgaben zu senken und das gesparte zu investieren um damit eines Tages davon leben zu können. FI ist das Königsdisziplin des Geldmanagements. Man löst sich vom Hamsterrad des Gedankens “wenn ich mir das kaufe, werde ich glücklicher.”

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